Ein Handbuch für die Spitäler der Schweiz

Ein Handbuch für die Spitäler der Schweiz

Gemeinsam den Weg gehen – InDesign-File-Scanning

Dass meine Seminare meine Kunden hoffentlich immer weiterbringen, ist ein offenes Geheimnis. Aber manchmal bin ich wirklich erstaunt, was sich daraus so alles auch für mich ergibt und was ich da für mich rausziehen kann. So war es auch nach einem Seminar für die Digicomp, in diesem Fall das für die Grundlagen im InDesign I und II, die zur Mitarbeit bei der Erstellung eines Handbuches führten.

Wer schon mal bei mir in einem Seminar war, weiss, dass ich immer für Fragen zur Verfügung stehe. Nach diesem Kurs schrieb mir eine Teilnehmerin, dass sie ein recht grosses Projekt habe, in dem sie ein Handbuch für die Spitäler der Schweiz in drei Sprachen auflegen sollte. Weil vorher alles sozusagen zusammengefrickelt war, hier etwas in einer PowerPoint, dort etwas in Word oder Excel, war dies kompliziert. Sie fragte, ob sie sich bei Fragen an mich wenden könnte und ob ich ihr dabei auch helfen könnte.

Auftrag oder gemeinsames Projekt?

Und ich dachte eigentlich, dass ich das machen soll. Ich bekam den Auftrag, die Templates anzuschauen. Also setzten wir uns zusammen und schauten das gemeinsam an. Ich hab dann auch recht schnell gemerkt, dass meine Kundin zwar fortgeschrittene Kenntnisse hatte, aber dass das ohne grosse Erfahrung einfach ne ganz schöne Nummer ist.

Also hab ich ihr das dann in deutsch aufgebaut. Mit allen möglichen Schriften, Überschriften, Inhaltsverzeichnissen, Registern und so weiter, eben auch mit Indizierungen, Links, Aufzählungen und Nummerierungen und auch verschachtelte Aufzählungen und Nummerierungen. Eben alles, was sie so gebrauchen konnte.

Sie war begeistert. Aber es war für sie noch etwas zu komplex. Also haben wir uns noch so für zwei oder drei Treffen im Co-Workingspace LaWerkstadt getroffen um ihr dann das Template zu erklären, Fragen zu beantworten und die technischen Finessen auszureizen.

“Overengineered” sagen die Leute mir auch gerne nach

Das war für mich total spannend und gut zu sehen, wie andere mit meinen Templates arbeiten. So konnte ich Sachen verbessern oder vereinfachen, merkte aber selbst auch, dass ich einfach zu tief in der Technik stecke.  “Overengineered” eben…

Ich hab das also etwas zurück geschraubt, vereinfacht, aber nur soweit, dass sie auch immer noch gut damit arbeiten konnte und es eben einfach praktischer war. Templates müssen benutzbar bleiben, wie ich immer sage. Und dann hab ich sie mit dem Projekt entlassen und sie hat alleine weiter gemacht.

Fünf-/Sechshundert Seiten später

Jetzt war es so, dass sie wieder auf mich zukam und mich fragte, ob jemand auf das Dokument schauen kann. Sie hatte das deutsche Dokument fertig, inzwischen waren das so fünf- oder sechshundert Seiten. Ich wurde gebucht, um sozusagen nochmal über das Dokument drüber zu scannen. Ein Preflight sozusagen.

In einigen Kapiteln sagte die Kundin gleich, dass ein paar Fehler drin wären, hier wollte eine Tabelle nicht, wie sie sollte und da war ein Bild verrutscht… Ich korrigierte. Dabei war das Arbeiten total praktisch, weil sie mir die Dateien über die Cloud zur Verfügung stellte. Ich sah sozusagen live, was geschah und konnte direkt an dem Dokument mitarbeiten.  Jeder von uns konnte direkt weiterarbeiten, ohne dass wir das ganze gross hin und her schieben mussten. Praktisch eben.

Deutsch ist fertig und jetzt?

Nachdem sie also mit der deutschen Version zufrieden war, legten wir gemeinsam französische und italienische Varianten an und definierten diese für den Sprachwechsel.

Als die Texte aus der Übersetzung zurückkamen, haben wir also den gleichen Prozess nochmal für die anderen Sprachen durchgemacht. Das ganze Projekt dauerte dann auch circa ein Vierteljahr. Gute Arbeit braucht ihre Zeit. Und bis die Inhalte und Übersetzungen zusammengetragen waren, verstrich die Zeit.

Und jetzt, wo wir das Handbuch in allen drei Sprachen in den Händen halten können..

…sieht man eigentlich erst, was das wirklich für ein riesiges Werk war, was meine Kundin da gestemmt hat. Und das alles, obwohl sie vor einem Jahr noch kaum InDesign-Kenntnisse hatte. Ich bin richtig stolz auf sie. Es waren immerhin jeweils um die 500 Seiten in drei Sprachen mit 15 Kapiteln. Unglaublich viel, wenn man das so in den Händen hält.

Ich bin aber auch dankbar, dass sie mich um Rat gefragt hat. Sie auf ihrem Weg zu begleiten, war eine ganz ganz tolle Erfahrung. Wie immer konnte ich für mich viel dabei mitnehmen. Unter anderem die Erfahrung, wie andere im InDesign arbeiten und ticken. Ich hab aber auch gelernt, dass es total schön ist, wenn die Leute ein sauberes Template haben. Es ist dann einfach relativ einfach, gut und sauber zu arbeiten.

Und ich hab auch noch eine total nette Mail von ihr bekommen:

“Vielen Dank liebe Heike! Die Zusammenarbeit mit dir war sehr lehrreich, spannend, unkompliziert und effizient. Dank deinem InDesign Wissen ist ein einwandfreies Handbuch entstanden. Ich bin sehr froh, dass ich dich für meine Projekte, die ich mit InDesign erstellen muss, als kompetente Beraterin an der Seite habe. Danke für alles!

Michelle Jaiteh / H+ Die Spitäler der Schweiz

Und was ich sonst noch für mich rausnehmen konnte, ist, dass ich sowas gerne nochmal machen möchte. Vielleicht interessiert es dich, dass ich quasi einmal über dein Werk drüber scanne. wenn du also ein “Ich scanne dein InDesign-File” Angebot annehmen willst, meld dich doch bei mir per Telefon: +41 79 8604334 oder schreib mir eine E-Mail. Ich freue mich darauf, mit dir zusammen zu arbeiten.


Foto: foxyburrow von adobe Stock